Frauenseite

  1. Frauenseite
  2. Die Wechseljahre (Klimakterium)
  3. Der Duft der Männer
  4. Menstruationsbeschwerden
  5. Migräne
  6. Blasenentzündung
  7. Hautpflege
  8. Geschichte der Kosmetik
  9. Kleine Nagelkunde
  10. Vagina
  11. Thymus
  12. Ring statt Pillle?
  13. Fasten
  14. Diätgrundlagen
  15. Gebärmutter
  16. Eierstöcke
  17. Das Body-Programm
  18. Sehnen
  19. Eileiter

Osteoporose
Osteoporose ist ein Begriff den man häufig zu hören bekommt. Das hat doch etwas mit Knochen zu tun, oder?
Ja richtig, die Osteoporose ist eine sogenannte systemische Skeletterkrankung, die sich durch Abbau von Knochenmasse und einem höheren Fraktur-( Bruch)risiko bemerkbar macht.
Besonders der Schenkelhals-, die Vorderarm- und die Wirbelkörperfrakturen werden gehäuft durch Osteoporose hervorgerufen.
Diese Knochenerkrankung ist die häufigste im hohem Lebensalter. In 80% aller Osteoporosefälle sind Frauen nach der Menopause betroffen. In einem Alter > 70 Jahre sind jedoch beide Geschlechter gleich vertreten.

Woher kommt die Osteoporose?
Wie immer gibt es natürlich nicht nur eine Ursache, sondern auch verschiedene Formen der Erkrankung.
Die Ursachen lassen sich in beeinflussbare und nicht beeinflussbare Faktoren einteilen.

Risikofaktoren beeinflussbar:

  • Mangel an Geschlechtshormonen
  • Inaktivität, kein Sport 
  • Falsche Ernährung, zu wenig Calcium und / oder Vitamin D, allgemeine Unterernährung  
  • Rauchen  

Risikofaktoren nicht beeinflussbar: 

  • Alterungsprozess  
  • Geschlecht, Frauen wesentlich häufiger betroffen  
  • Genetische Faktoren, Osteoporose schon häufig in der Familie vorgekommen

Wie macht sich die Osteoporose bemerkbar? 

  • Knochenschmerzen, vor allem im Rücken  
  • Vermehrte Brüche ohne starke Verletzung, z.B. Unterarmbruch, wenn man sich eigentlich nur am Türrahmen gestoßen hat  
  • Körpergrößenabnahme 

Wie erkennt der Arzt Osteoporose, welche Diagnostik ist notwendig?
Eines der einfachsten Diagnostikmittel ist das Röntgenbild. Das tut dem Betroffenen nicht weh und gibt eine Menge Anhaltspunkte. Außerdem existiert die Knochendichtemessung auch Densitometrie genannt. Gemessen wird dabei per Computertomographie ( „die Röhre“) die Knochenvolumenmineraldichte in g/m³  oder per Dual X-Ray-Absorptiometrie die Flächendichte des Knochenmineralgehaltes in g/cm² .

Beide Systeme erlauben eine Aussage über den Mineralgehalt des Knochens und eignen sich auch besonders für Langzeitkontrollen, um den Knochenabbau im Auge zu behalten.

Ein Knochenszintigramm zeigt zusätzlich die Aktivität der Abbauherde an.

Die genaue Diagnose der Osteoporose ist sehr wichtig. Denn als Differentialdiagnosen kommen z.T. auch Knochentumore in Betracht, die anders therapiert werden müssen.

Wie kann die Osteoporose therapiert werden?
Als erstes ist es natürlich immer besser schon im Voraus Prophylaxe zu betreiben.
Mit kalziumreicher Ernährung, viel Bewegung und der Nikotinverzicht ist schon viel getan.
Außerdem kann man bei Mangel an Geschlechtshormonen diese hinzufügen.
Wenn es jedoch schon zu einer Osteoporose gekommen ist, kann man auch noch einiges machen.
Auch dort ist wieder die Mobilisation sehr wichtig: Krankengymnastik, Physiotherapie, Rehabilitationssportgruppen.
Die Kalziumzufuhr muss gesteigert werden.( Für Erwachsene 1000 mg pro Tag und bei älteren > 65J. sogar 1500mg pro Tag)
Zudem gibt es noch Therapieformen mit Vitamin D, Calcitonin, Bisphosphonaten und Flouriden.

Die richtige Therapie wird dabei für jeden individuell mit dem Arzt abgesprochen und kann so die maximale Wirksamkeit erreichen.

Die Wechseljahre (Klimakterium)
 

Mit Klimakterium oder Wechseljahre bezeichnet man den Zeitabschnitt im Leben einer Frau, in der die Produktion reifer Eizellen (Ovulation) und die Menstruation zu Ende gehen.
Ursächlich hierfür ist das Nachlassen der Produktion der weiblichen Hormone im Eierstock (Ovar).
Hierauf bilden sich die Geschlechtsorgane teilweise zurück, die Eierstöcke sondern keine Eizellen mehr ab, die Gebärmutterschleimhaut ist nicht mehr auf eine eventuell befruchtete Eizelle vorbereitet, so dass keine Nährschleimhaut mehr ausgestoßen werden muss. Mit anderen Worten: es kommt zum Ende der Fortpflanzungsfähigkeit. Damit ist verbunden, dass die Regelblutung nach und nach verschwindet.

Die allerletzte Regelblutung (Menstruation) bezeichnet man als Menopause.

Auf die Wechseljahre reagiert jede Frau unterschiedlich. Ausfallerscheinungen können fehlen oder nur eine geringe Ausprägung haben, sie können stark und belastend  sein. Die wichtigste Komponente, die über das Ausmaß der Beschwerden Einfluss nimmt, ist die seelische Einstellung der Frau zu den Wechseljahren.

Viele der betroffenen Frauen sind verzweifelt, weil ein Teil ihrer Weiblichkeit unwiederbringlich verloren zu gehen scheint. Daher ist es wichtig zu betonen, dass das Eintreten der Wechseljahre niemals ein Ende der Geschlechtsfähigkeit bedeutet. Nach dem Aufhören der Regelblutung bleibt der Geschlechtstrieb erhalten. Bei manchen  Frauen kann das sexuelle Verlangen sogar zunehmen.

Die Wechseljahre bedeuten auch nicht das Einsetzen von Vergreisung, sondern lediglich die Beendigung der Fortpflanzungsfähigkeit.

Wann und wie machen sich die Wechseljahre nun bemerkbar?
Wann das Klimakterium einsetzt ist abhängig von der individuellen Programmierung des Körpers. Statistisch wurde ermittelt, dass 70% der Frauen in einem Alter von 47-57 Jahren in die Wechseljahre kommen. Manche Frauen bekommen die Wechseljahre bereits mit Anfang Dreißig. Die Beschwerden hierbei können vielfältig sein. Eingeleitet werden die Wechseljahre mit unregelmäßigen Monatsblutungen und einer Abnahme der Blutungsstärke. Diese Veränderungen in der Funktion des weiblichen Organismus, sollte bei Auftreten unbedingt von einem Frauenarzt abgeklärt werden, denn einige Tumoren der Frau können sich derart ankündigen.

Des weiteren kann es zu Hitzewallungen, Übelkeit, Schweißausbrüchen, Herzrasen, Schwindel, Schlafstörungen, Müdigkeit, allgemeines Schwächegefühl und Kopfschmerzen kommen. Nervosität und depressive Verstimmung können weitere Zeichen sein. Die Beschwerden in den Wechseljahren können ein paar Monate, aber auch ein paar Jahre anhalten.

Wann und wie werden Wechseljahre behandelt?
Der wichtigste Schritt in der Behandlung klimakterischer Beschwerden ist es, die Patientin zu beruhigen und ihr das Wesen dieses Zustandes ausführlich zu erklären. Ist der Leidensdruck der Patientin nicht groß, so ist die beste Behandlung keine Behandlung. Sind die Ausfallerscheinungen stark, können unter der ständigen Überwachung eines erfahrenen Frauenarztes Hormone, Östrogen/Gestagen-Kombinationen, verschrieben werden. Ein Behandlungsversuch kann auch mit den pflanzlichen Mitteln, wie Agnus castus oder Traubensilberkerzenwurzel unternommen werden. Hin und wieder sind bei starken Beschwerden Beruhigungsmittel nützlich. Bei manchen Frauen kommt es nach Eintritt der Wechseljahre zu einem starken Abbau der Knochensubstanz (Osteoporose), was zu Brüchigkeit der betroffenen Knochen führt. Dieses wird unter Anderem ebenfalls mit Ersatz der weiblichen Hormone behandelt.

Übrigens:
Die Wechseljahre sind nicht nur eine Erscheinung des Frauenlebens. Es gibt auch ein „Klimakterium virile“ .
Das sind die Wechseljahre des Mannes. Wie die Frauen in diesem Lebensabschnitt klagen auch die betroffenen Männer über: Kopfschmerzen, Schwindel, Reizbarkeit, Schlafstörungen, Herzbeschwerden, seelische Unausgeglichenheit etc..

Sind sich Mann und Frau diesen natürlichen Alterungsprozesses bewusst, können gegenseitiges Verständnis und Hilfsbereitschaft über diesen Lebensabschnitt hinüberhelfen.


Der Duft der Männer
 

Sei es in der U-Bahn, unter Achselhöhle eines Geschäftsmannes oder beim Kuscheln an der Seite des Auserwählten. Immer wieder stellt man fest: Oh mein Gott, der stinkt ja unerträglich!
Das ist ein Problem, welches eigentlich schnell vorbei sein könnte, aber dem man trotzdem immer wieder begegnet. Scheitert der Wohlgeruch an der regelmäßigen Hygiene oder ist es ganz natürlich?

Eigentlich egal, stinken will doch niemand. Denn wie man weiß ist der Geruch eines Menschen oft ausschlaggebend für Sympathieempfinden oder Ekel, gerade wenn es um den sogenannten ersten Eindruck geht. Da macht sich ein ausgeprägter Männerschweiß- oder Knoblauchgeruch einfach nicht so gut. Wie ausschlaggebend das Riechen oder der Duft des Menschen wirklich sein kann, sieht man daran, dass die Riechbahn, welche die Informationen von der Nase zum Gehirn weiterleitet, kaum umgeschaltet wird, sondern direkt ins limbische System führt. Vom diesem System können, soweit man das heute beurteilen kann, Trieb- und Instinkthandlungen ausgelöst und beeinflusst werden. Das gesamte limbische System ist wesentlich für die affektive Tönung des Gesamtverhaltens, für emotionelle Reaktionen (Wut, Furcht, Zuneigung) und spielt wahrscheinlich auch eine Rolle für die Gedächtnis- und Lernfunktion des Gehirns.

Wer kennt das nicht?
Man fühlt sich erinnert an eine bestimmte Situation durch den Geruch z.B. einer bestimmten Pflanze, die es sonst nur im Urlaub gab. Gleich kommt diese Assoziation auf und in diesem Fall ist es äußerst positiv. Genauso gut kann es umgekehrt sein. So kann ein bestimmtes Aftershave den verhassten Ex-Freund auftauchen lassen. Man kann sich daher vorstellen, dass Gerüche einen sehr großen Anteil an der Beurteilung eines Menschen oder Situationen haben. Aber was kann man tun, wenn man häufig duscht und trotzdem viel schwitzt?

Aber zuerst einmal dazu, wozu braucht man Schweiß überhaupt? Die Schweißabsonderung dient der Konstanthaltung der Körpertemperatur. Als Ursache für übermäßige Schweißproduktion kann man psychischen Stress, körperliche Anstrengung oder Krankheit nennen. Der ausgetretene Schweiß wird von Körperbakterien zersetzt, dies führt zum typischen Schweißgeruch. Normalerweise ist das Schwitzen auf bestimmte Körperregionen, meist Achselhöhlen, Handflächen und Füße beschränkt, kann aber auch den ganzen Körper betreffen. Außer einer zu hohen Außentemperatur und zu warmer Kleidung kommen eine ganze Reihe von Ursachen für übermäßiges Schwitzen in Betracht:

  • Nervosität, Angst, Stress
  • Körperliche Anstrengung, z.B. Sport, Gartenarbeit.
  • Übergewicht.
  • Fieber.
  • Unterzuckerung bei Diabetikern.
  • Alkohol- oder Drogenentzug.
  • Hormonelle Umstellung: Menstruation, Schwangerschaft, Stillzeit, Wechseljahre.
  • Schilddrüsenüberfunktion.
  • Schwere Erkrankungen, z.B. Herzinfarkt, Blinddarmdurchbruch.
  • Einnahme bestimmter Medikamente, z.B. Acetylsalicylsäure, Schilddrüsenpräparate.

Was kann man also tun, außer sich natürlich regelmäßig zu waschen und ein passendes Deo zu benutzen. Z.B. Verwendung von Antitranspirantien. Das sind Puder, Cremes oder Lösungen (z.B. mit Aluminiumverbindungen oder mit Methenamin), die schweißhemmend wirken, indem sie die Schweißdrüsen zusammenziehen. Antitranspirantien sind nicht schädlich, solange man sie nicht zu großflächig aufträgt. Von innen kann man die Schweißbildung mit Salbeitee oder Salbeidragees etwas reduzieren.

Salbei hat eine zusammenziehende Wirkung auf die Schweißdrüsen. Was auch Wunder wirkt und auch sogar einen zusätzlichen, ästhetischen Aspekt hat, ist die Kürzung von den geruchsintensiven Körperhaaren. So betört man nicht nur die Nase, sondern macht auch den Augen klar, dass man einfach zum Anbeißen ist! Aber Vorsicht! Zuviel Seife oder Eau de Toilette kann auch die Sinne verstimmen.
Studien haben gezeigt, dass 67%, vor allem Frauen, schon mal an Kleidungsstücken schnüffeln, um sich an den Partner zu erinnern oder gut einzuschlafen. Am häufigsten gewählt werden Teile, die dicht am Oberkörper getragen werden, T-Shirts oder Unterhemden. Man kann also nicht verleugnen, dass auch ein bestimmter "Mann-Geruch" Wunder wirken kann.


Menstruationsbeschwerden
 

Für viele Frauen beginnt jeden Monat das gleiche Spiel: Krampfartige, ziehende Schmerzen im Bauch, Spannungsgefühle in der Brust, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und Gereiztheit.
Oft kommen Blähungen, Verstopfung und Hautveränderungen hinzu: Die monatlichen Begleiterscheinungen der Regel. Bis zu 5 Tage vor der Monatsblutung können diese Beschwerden auftreten, man fasst sie auch unter dem Begriff Prämenstruelles Syndrom (PMS) zusammen. Verantwortlich für die Beschwerden während der Tage ist das krampfartige Zusammenziehen der Gebärmutter, hormonelle Schwankungen und psychische Einflüsse.
Stress und Partnerschaftsprobleme verschlimmern die Beschwerden. Aber auch Magnesiummangel und eine Unterversorgung mit essentiellen Fettsäuren führen zu PMS-Leiden. Nehmen Sie deshalb Magnesiumpräparate und ungesättigte Fettsäuren (wie z.B. Mittel mit Linolsäure) als Nahrungsergänzung ein.

Vermeiden Sie Stress und sorgen Sie dafür, dass Sie sich sowohl psychisch wie physisch wohlfühlen. Johanniskraut wirkt beruhigend und stimmungsaufhellend gegen Depressionen und Gereiztheit. Salzarme Kost verhindert Gewichtszunahme. Gegen Schmerzen hilft oft schon eine Wärmflasche auf dem Bauch oder ein heißes Bad.
Sollte dies keine Wirkung zeigen, sind Schmerzmittel mit Ibuprofen oder Paracetamol angebracht. Planen Sie keine besonderen oder extremen Anstrengungen für die Tage während der Menstruation ein. Sport ist nur so lange positiv, wie er Ihnen Spaß macht.
Eine gesunde Lebensweise mit viel frischer Luft und einer ausgewogenen Ernährung hilft ebenfalls Beschwerden vorzubeugen. In einigen Fällen wirkt sich auch eine regelmäßige Einnahme von Vitamin B Präparaten positiv auf PMS-Beschwerden aus. Suchen Sie einen Arzt auf, wenn die Schmerzen stärker sind als gewöhnlich. In manchen Fällen hilft auch die Verordnung eines Hormonpräparates (z.B. Antibabypille) um die Beschwerden zu lindern.


Migräne
 

Kopfschmerzen stellen die häufigsten Beschwerden der Bevölkerung dar. Die Form der Migräne zählt zu den schlimmsten Leiden aus diesem Beschwerdekreis. Von Migräne spricht man, wenn ein einseitiger Kopfschmerz dumpf bis pulsierend auftritt und mindestens 4 bis 72 Stunden dauert. Die Merkmale der Migräne setzen sich aus folgenden, typischen Symptomen zusammen: Anfälle dieser Art sind schon mindestens fünfmal vorgekommen.
Der Schmerz kriecht meist vom Nacken in den Hinterkopf oder beginnt einseitig in der Augen- oder Schläfenregion. Meist dauert er zwischen einem und drei bis vier Tagen an. Häufig wird er begleitet von Übelkeit und/oder Erbrechen, Gleichgewichtsstörungen, Lichtempfindlichkeit und Sehstörungen. In einigen Fällen kommt es auch zu Lähmungserscheinungen der Gliedmaßen.

Auslöser für Migräne ist eine Verkrampfung der Muskulatur der Schädelgefäße, die in eine Erschlaffung übergeht. Dadurch entstehen die Schmerzen. Die eigentliche Ursache ist aber unbekannt.
Die Gründe für diesen Gefäßkrampf sind vielfältig. Zum einen können sie stoffwechsel- oder hormonbedingt sein. Bei stoffwechselbedingter Auslösung sind meist Schokolade, Nikotin oder Alkohol mit im Spiel. Vor der Menstruation oder im Klimakterium sind relativ hohe Östrogenspiegel oft die hormonell bedingte Ursache. Auch Irritationen der Gefäßnerven, hervorgerufen durch eine Verspannung der Hals und Nackenmuskulatur, können als Auslöser in Frage kommen. In einigen Fällen lässt sich Migräne auch am Ende einer stressigen Phase beobachten. Veränderte Schlafgewohnheiten, grelles oder flackerndes Licht sind weitere Gründe. Kommt es zum Ausbruch eines Migräneanfalls sollten Sie sich möglichst in einem abgedunkelten Raum zur Ruhe legen.

Finden Sie heraus, welche Lagerung für den Kopf den Schmerz am erträglichsten macht. Essen und trinken Sie erst mal nicht. Alkohol und Nikotin verschlimmern das Leiden. Nach neueren Untersuchungen kann eine gute Magnesiumversorgung helfen, die Häufigkeit der Attacken zu reduzieren.
Greifen Sie möglichst selten zu Schmerzmitteln, da Niere und Leber dadurch belastet werden können. Sorgen Sie in Ihrem Lebensrhythmus für möglichst viel Schlaf, Ruhe und Ausgeglichenheit. Prinzipiell können Entspannungstechniken, wie z. B. Autogenes Training oder progressive Muskelentspannung u.ä. helfen. Auch Ausdauersportarten wie Schwimmen, Jogging oder Radfahren haben oft eine günstige Wirkung auf die Migräne, vermutlich da hier das gesamte Kreislaufsystem und die Durchblutung trainiert werden.
Alle diese Maßnahmen können dazu beitragen, die Ausgeglichenheit zu verbessern und so die Anzahl der Attacken zu reduzieren oder deren Heftigkeit zu verringern. Trotzdem sollten Migränepatienten die vom Arzt verordneten Medikamente stets bei sich tragen. Versuchen Sie herauszufinden, was die Ursachen für die Migräneanfälle sein könnten und meiden Sie diese Auslöser.


Blasenentzündung
 

Aufgrund ihrer Anatomie sind besonders Frauen von Blasenentzündungen betroffen. Die viel kürzere Harnröhre der Frau macht es Keimen sehr viel einfacher in die Blase aufzusteigen und dort für eine Infektion zu sorgen. Starker Harndrang und brennende Schmerzen beim Wasserlassen sind typische Symptome. Unter ungünstigen Umständen können diese Keime und Bakterien sogar in die Nieren gelangen, wo es dann zu einer Nierenbeckenentzündung kommen kann. Dass überhaupt Bakterien in die Blase gelangen, kann mehrere Ursachen haben.

Ist falsche Analhygiene der Grund, kann man eine Infektion vermeiden, indem man das Toilettenpapier nur von vorne nach hinten benutzt. So können keine Darmkeime in die Scheide gelangen. Eine andere Bakterienquelle kann man ausschließen, wenn man nach dem Geschlechtsverkehr die Blase entleert. Die Verwendung von Intimsprays oder aggressiver Seifen kann die Vaginalflora beeinträchtigen und so den körpereigenen Schutz vor Keimen schwächen. Auch eine geschwächte Immunabwehr kann Blasenentzündungen begünstigen. Nierensteine, Blasenkatheter oder Prostatavergrößerungen haben eine Harnstauung in der Blase zur Folge und erhöhen ebenfalls das Risiko einer Erkrankung. Um es einer Infektion so schwer wie möglich zu machen kann man vorbeugend einiges tun: Vermeiden Sie nasse Badebekleidung oder nasse Füße.
Halten Sie die Blasen-Nierengegend und Ihre Füße immer warm. Tragen Sie im Winter einen Nierengurt und achten Sie auf warme Schuhe. Im Falle einer Erkrankung gilt als oberstes Gebot: Viel trinken, mindestens 1,5 bis 2 Liter pro Tag. Das durchspült die Blase und schwemmt die Erreger aus. Besonders geeignet sind Nieren- und Blasentees, da diese desinfizierend wirken. Meiden Sie dagegen Tee und Kaffee, diese haben eine reizende Wirkung.

Gönnen Sie Ihrem Körper Ruhe und viel Wärme. Fangopackungen, Rotlichttherapie und Wärmebäder sind ideal. Verzichten Sie auf Geschlechtsverkehr. Sollten Sie zu Ihren Blasenbeschwerden Fieber, blutigen Urin und Schmerzen in der Rückengegend bekommen, empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen, da dann nämlich Verdacht auf eine Nierenbeckenentzündung besteht. Sollten die Symptome nach Anwendung o.g. Maßnahmen nicht abklingen, ist es ebenfalls ratsam, einen Fachmann zu konsultieren.
Dieser kann dann antibakterielle Medikamente verordnen.


Hautpflege
 

Die Haut ist das größte Organ des Menschen. Sie ist Atmungs- und Sinnesorgan zugleich. Eine schöne und gesunde Haut macht nicht nur attraktiv, sie ist auch lebenswichtig.
Richtige Hautpflege bedeutet, den natürlichen Aufbau der Haut und seine Schutzmechanismen zu beachten und diese zu verbessern. Unsere Haut schützt sich in zweifacher Hinsicht: Zum einen ist der Mensch am ganzen Körper von hauteigenen Keimen besiedelt, die die Ausbreitung von krankmachenden Mikroorganismen verhindern. Das zweite Schutzschild gegen Eindringlinge bildet eine feine Schicht aus Talg, Schweiß und Stoffwechselprodukten, die die Haut geschmeidig hält.

Zusätzlich ist die Haut von einem leicht sauren (pH-Wert 5 - 6) Säureschutzmantel überzogen, der Keime ebenfalls an der Vermehrung hindert. Seife (pH-Wert 9 - 12) hebt diesen Schutzmantel auf. Deshalb empfiehlt es sich, bei empfindlicher Haut eine Reinigung mit Syndets vorzuziehen, da diese einen hautähnlichen pH-Wert besitzen. Grundsätzlich sollten Hautreinigungsmittel nur sparsam eingesetzt werden.
Achten Sie darauf, dass die Mittel rückfettende Wirkung haben und Ihrem Hauttyp entsprechen. Auf desinfizierende Reinigungszusätze kann bei gesunder Haut getrost verzichtet werden. Sie zerstören nur die natürliche Bakterienflora. Waschen und Duschen Sie sich nicht mit zu heißem Wasser.
Es trocknet die Haut aus. Nehmen Sie sich auch zum Abtrocknen Zeit. Tragen Sie Deos am besten nur auf frisch gewaschene Haut auf. Um der Haut nach dem Waschen entzogene Feuchtigkeit und Fett zurückzugeben, sollte man den Körper mit Feuchtigkeitscremes oder -lotions einreiben.


Geschichte der Kosmetik
 

Das Wort "Kosmetik" ist abgeleitet vom griechischen Wort "kosmo". Dieses bedeutet schmücken, anordnen, zu Ehre bringen. Seit Tausenden von Jahren ist es das Bestreben aller Frauen jung, schön und begehrenswert zu sein. Als wichtigstes Requisit zur Verwirklichung dieses Bestrebens war und ist bis heute der Spiegel. Die Menschen in der Steinzeit hatten nur das klare Wasser der Quellen und Bäche, um sich darin betrachten zu können. Aus der Bronzezeit gibt es schon Funde von geschliffenen Bronzeflächen. Diese waren wohl die ersten handgefertigten Spiegel. Noch viele andere Funde lassen darauf schließen, dass die Anfänge der Kosmetik schon eine große Rolle bei den Urvölkern spielte. Man fand in Gräbern von Eiszeitmenschen geriebene Farben aus Kreide und Holzkohle zum Bemalen der Haut. Außerdem wurden kunstvoll gefertigte Kämme aus Knochenteilen, Schmucknadeln aus Bein, Ketten aus Muscheln und Steinen gefunden.

Dies bestätigt, dass sich schon die Menschen der Frühgeschichte schmückten und zurecht machten. Mit unserer heutigen Vorstellung von Kosmetik hat das allerdings noch recht wenig zu tun. Kosmetik in unserem Sinne existiert, seitdem es Kulturvölker gibt. Man sagt, dass es zuerst die Ägypter waren, die neben ihrer hochentwickelten Kultur und feinen Lebensart auch eine umfassende Körper- und Schönheitspflege hatten. Diese stand in enger Beziehung zu der Medizin.
Als Denkmal für die Kunst der dekorativen Kosmetik dieser Zeit fand man die noch fast unversehrt erhaltene Kalksteinbüste der Königin Nofretete (1375 - 1558 v. Chr.). In den Gräbern von Frauen fand man Spiegel, Salb- und Schminkspiegel, Duftöle und mit Zinnober gefärbte Lippenschminke. Die Frauen der gehobenen Schicht hielten sich Sklavinnen, die sie regelmäßig badeten, massierten, salbten und schminkten. Aber auch die einfachen Frauen ölten und "schmückten" sich.

Da damals helle Haut als vornehm galt, waren die Farbschattierungen dezent hell, fast schon weiß gehalten. Zur Pflege diente damals den Frauen Olivenöl, Wollwachs, Milch, Honig, Kleie und Heilerde. Einige Rezepte haben sich bis heute in die "moderne" Kosmetik erhalten. Zum Beispiel eine Heilmaske aus Wein, Maulbeersaft und Birkenkraut oder die "Maske Kleopatra". Sie besteht aus Eigelb, Milch, Honig und Kieselerde. Sie ist benannt nach der letzten regierenden Königin Ägyptens (51 - 30 v. Chr.). Von Ägypten aus nahm die Bedeutung der Kosmetik auch in anderen Ländern zu. In Griechenland galt der Leitsatz "ein gesunder Geist in einem ebenmäßig schönen Körper".
Bildwerke aus dieser Zeit zeigen männliche und weibliche Körper von faszinierender Schönheit und Ausstrahlung. Zum Alltag der griechischen Menschen gehörten Bäder, Sport, Massagen und eine auf gesunde Diät abgestimmte Ernährung (Diät). Der Begründer der klassischen Medizin (Hippokrates (460 - 377 v. Chr.)) stellte einige kosmetische Rezepturen her, die von "Kosmeten". Diese wurden meistens von Sklavinnen praktisch angewandt. Die Griechinnen "schmückten" sich auch in hellen Farbtönen. Sie betonten ihre Augen und Lippen. Die Haare wurden gekräuselt und kunstvoll hochgesteckt. die Salbenöle, die auch von den Männern benutzt wurden, dufteten süß und kräftig.

Damals war Griechenland das bedeutendste Ausfuhrland von kostbaren Duftstoffen, Ölen und Schafswollfetten. Bei den Römern wurde als erstes das Wort "dekorativ" für Kosmetik verwendet, das wir heute bei unserer Bezeichnung für dekorative (schmückende) Kosmetik wiederfinden.
Die Römerin reinigte ihr Gesicht mit Milch und bemalte ihre Nägel farbig, was wir heute auch noch machen. Die zweite Frau von Kaiser Nero (62 - 65 n. Chr.) soll in Eselsmilch gebadet haben. Dafür mussten einige Hunderte von Eseln gemolken werden. Ihre Wanne aus Alabaster ist heute noch im Museum des Vatikans zu besichtigen. Als Griechenland in das römische Provinzsystem einbezogen wurde, übernahmen die Römer auch die hohe Kunst der Körperpflege. Es wurden geschulte griechische Kosmeten ins Land geholt und man errichtete Badehäuser und Thermen. Die vornehmen Römer verbrachten oft ganze Tage in den Thermen.
Sie machten die Anwendung von Heißluft und Wechselduschen, salbten und parfümierten sich mit teuren Ölen. Im Mittelalter entwickelte sich der römische "Badekult" der Oberschicht zum Volksbad. Es gab öffentliche Badestuben, wo Männer und Frauen gemeinsam in Wannen aus Holz badeten.

Sie wurden von dem sog. "Bader" beaufsichtigt. Dieser neue, später "anrüchige", pseudomedizinische Beruf entwickelte sich rasch und fand vor allem bei den ärmeren Leuten großen Anklang. Von dem "Bader" wurde einfach alles gemacht. Er richtete die Bäder her, massierte, salbte, rasierte und frisierte .
Er behandelte auch Hühneraugen, Wunden, Zerrungen aller Art und verwendete dabei Kräuterkompressen und Aufgüsse. So kamen die Kräuter in dieser Zeit allgemein groß in Mode. Sie wurden ins Wannenbad, Gesichtsdampfbad, Gesundheitstee oder in den verzauberten "Liebestrank" gegeben. Die Kreuzritter brachten aus dem Orient Gewürze, Mixturen und ganz neue Duftstoffe, wie z.B. Ambra, Zibeth oder Moschus mit. Von den Arabern wurde der Gebrauch des konzentrierten Alkohols gelehrt. Der Austausch von Kulturen und Bräuchen durch die Völkerwanderung hatte nicht nur seine guten Seiten. Es wurden schwere Infektionskrankheiten wie z.B. die Pest, Cholera und Pocken nach Europa gebracht.
Die Angst der Menschen vor Ansteckung hielt sie davon ab, die öffentlichen Badestuben zu besuchen, was zur Folge hatte, dass diese geschlossen werden mussten. Diese Notwendigkeit war dann praktisch lange das Ende der Wasserhygiene und der systematischen Körperpflege.

Auch die Renaissancezeit brachte keine Rückkehr zur Reinlichkeit. Anstelle von Wasser zum waschen wurden Duftwässer, Dufttücher und große Fächer, die starke Düfte verbreiteten, verwendet. Statt zu baden "beduftete" man sich. Am Hofe der Katherina von Medici (1519 - 1589), Frau von dem späteren König Heinrich II gab es keine Badegelegenheit. Es wurde in sechs Jahren ein paar Mal umgezogen, um den durch Unsauberkeit und Gestank unbewohnbar gewordenen Räumen zu entfliehen. Die ärmere Bevölkerung jedoch badete noch im Freien. Dies wurde aber von "vornehmen Herren" als eine unfeine Art der Körperpflege bezeichnet. Dagegen wurden die Haare in der Renaissance sehr gepflegt.
Die Farbe Blond war bevorzugt. Es wurden kunstvolle Frisuren aus gelocktem und gekräuseltem Haar erstellt. Das Gesicht dagegen wirkte für unseren Geschmack leer und kühl. Die Augen wurden nicht geschminkt. Sehr schmale Lippen und Augenbrauen und eine betont hoch gewölbte Stirn. Die Zeit des Barock (17. Jahrh.) brachte die Perücken mit sich. Es wurden von den Damen und Herren üppige, stark parfümierte Perücken getragen.

Die eigenen Haare waren kurz geschoren. Es waren zwei neue Berufe geboren, der Perückenmacher und der Friseur. Im Gegensatz zu der Renaissance schminkten sich die Damen ihre Augen und betonten die Brauen.
Die Wangen wurden rosig und die Lippen kräftig Rot geschminkt. Das Gesicht und Dekolleté wurde mit Reismehl, das als Puder diente, gepudert. Da die vornehmen Frauen immer noch nichts von einer gründlichen Reinigung hielten und statt dessen nur ihre Fingerspitzen mit parfümiertem Wasser befeuchteten und ihr Gesicht so "reinigten", bildeten sich unter der ständigen Puderschicht bald starke Hautunreinheiten. Diese wurden mit seidenen "Schönheitspflästerchen" überklebt. Um die Gerüche der mangelnden Hygiene zu vertuschen, betupften sie sich ringsum mit starken exotischen Düften.

Nach dem bombastischen Barock wurde im verspielten Rokoko das Gesicht in zarten Pastellfarben geschminkt und man trug auch keine Perücken mehr. Die "Schönheitspflästerchen" gab es in allen Schattierungen und Stoffarten. Diese wurden neckisch auf das Gesicht und Dekolleté gesetzt und galten als verführerisch. Die Frauen verbrachten oft ganze Tage vor dem Spiegel, um sich für den Abend zurechtzumachen. Ihr Bestreben war es ewig jung und schön zu bleiben. So schrieb die damals von allen so umschwärmte Marquise de Pompadour in einem Brief: "Eine schöne Frau fürchtet den Tod nicht so sehr wie den Verlust ihrer Schönheit und Jugend." Die klassizistische Stilrichtung des Empire brachte für Kosmetik und Mode eine Wende. Es wurde alles natürlicher.
Das Make-Up wurde zart und zurückhaltend aufgetragen. Übermäßiges Schminken und Pudern galt nicht mehr als fein. Die Haare wurden kurz gelockt oder offen auf die Schulter fallend getragen. Aber das Wichtigste war, es wurde wieder gebadet. Die über 500 Jahre verpönte Seife kam endlich wieder in Mode. Der Pfarrer Sebastian Kneipp (1821 - 1897) aus Wörishofen war es, der neue Maßstäbe für die Gesunderhaltung und Hygiene des Körpers setzte.
Er wandte Wassergüsse, Wickeln und Bäder an. Im 19. Jahrh. fiel die viel freier und legerer gewordene Mode und Kosmetik noch einmal zurück. Die Haare wurden wieder hochtoupiert und es wurde wieder aufdringlich parfümiert.
Es wurde nicht mehr gepudert und geschminkt. Das Gesicht war blass. Nach dem 1. Weltkrieg in den sogenannten "Goldenen Zwanziger" Jahren gelang der modernen Kosmetik endlich der weltweite Durchbruch. Es war die Charleston- und Ragtime-Zeit. Die Haare wurden zum Pagenkopf geschnitten und die Augen wurden dunkel umrandet und die Lippen dunkelrot geschminkt. Die Brauen wurden schmal gezupft und man verwendete Puder.
Es gab keine strengen Regeln für das Make-Up. Auf die Körperpflege wurde großen Wert gelegt. Als besonders chic galt das Saunabaden. Die Kosmetiksalons, anfangs nur für die feine Gesellschaft gedacht, schossen wie Pilze aus dem Boden. Der Beruf der Kosmetikerin wurde durch eine fachliche Ausbildung seriös und attraktiv. Der 2. Weltkrieg warf das Bewusstsein für Kosmetik noch einmal aus der Bahn. Aber sehr schnell erwachte eine "Ära" der Kosmetik und Mode. Zuerst wurde von Frankreich der sogenannte "new look" noch diktiert.

Aber es dauerte nicht lange, bis dieses zukunftsorientierte Geschäft von Amerika übernommen wurde. Der europäische Markt wurde geradezu überflutet von Kosmetikprodukten. Heute hat die moderne Ganzheitskosmetik ihren festen Platz in unserem täglichen Lebensrhythmus eingenommen.
Man rechnet heute eindreiviertel Stunde im Durchschnitt für die Gesichts- und Körperpflege, Hygiene und Sportarten. Kosmetik ist also für die Frau und den Mann von Heute kein Zauberwort mehr. Auch wissen wir längst, dass Gesichts- und Körperpflege keine ewige Jugend versprechen können.
Man hat sich nur die Aufgabe gestellt, den natürlichen Alterungsprozess möglichst lange herauszuzögern. Die Werbung und Presse informiert uns über die Neuheiten und die neuesten Erkenntnisse auf dem Markt. In fast jeden Zeitschriften findet man Pflegetipps für die Haut und Make-Up-Hilfen. Wenn wir die Geschichte der Kosmetik verfolgen, stellen wir fest, dass es in jeder Zeit eine Stilrichtung fürs Schminken und Pflegen gegeben hat.

Die damals "aufdringliche" und deshalb verpönte "Schminke" machte dem dezenten "Make-Up" Platz. Die Frau von "heute" macht sich "zurecht", dass heißt, sie unterstreicht optisch ihre Vorzüge und lässt Unvorteilhaftes in den Hintergrund treten. Das Make-Up ist also nicht zur maskenhaften Gesichtsveränderung da. Als Ausnahme sind besondere "Anlässe" (Laufsteg, Foto Braut usw. Make-Up). Es betont die Natürlichkeit der Frau in jedem Alter.


Kleine Nagelkunde
 

Ohne Nägel ging es nicht. Wenn der Mensch sie nicht hätte, würden die nervenreichen und deshalb empfindlichen Fingerkuppen dauernd wehtun. Die Schutzschilder sind 0,5 bis 0,7 mm dick und bestehen aus etwa 100 bis 150 unregelmäßig übereinander angeordneten Hornschichten.
Aus der Nagelwurzel , dem “lebendigen" Teil der Nägel, wächst der sichtbare Nagel heraus. Er besteht, ähnlich wie Haare, aus durch Keratin hartgewordenem Hautgewebe. Nägel wachsen allerdings nicht ununterbrochen. Und im Schnitt sehr viel langsamer als das Haar. Wenn nicht gerade Sommer ist, legen die Nägel nur rund 3 mm im Monat zu, auch bei Unterernährung und Krankheiten verweigern sie das Wachstum. Veränderungen in der Nagelstruktur können also durchaus Auskunft über den Gesundheitszustand eines Menschen geben.
Quer- und Längsrillen, weiße Flecken und Unebenheiten sind Symptome dafür, dass mit dem Körper etwas nicht stimmt. Da die Schäden bei Krankheiten und Mangelzuständen aber im lebendigen Teil entstehen und erst nach Wochen, wenn der Nagel aus dem Bett herausgewachsen ist sichtbar werden, sind sie jedoch nicht unbedingt Indikatoren für den aktuellen Gesundheitszustand.
Wenn die Nägel brüchig sind, Splitter oder dauernd abbrechen, muss das nichts mit einem schlechten Allgemeinbefinden zu tun haben, sondern kann mit zu großer Beanspruchung und mangelnder Pflege zu tun haben.


Vagina
 

Die Scheide ist ein schlauchförmiges Organ, welches ca. 10-12 cm lang ist.
Sie bildet den Übergang vom äußeren Genital, Schamberg und Schamlippen, und dem inneren Genital, Gebärmutter, Eierstöcke, Eileiter.
Die Wand der Vagina besteht aus einer längs- und einer zirkulär verlaufenden Muskelschicht, vielen elastischen Fasern und einem belastungsfähigen Plattenepithel.
Die Scheide besitzt einen Selbstreinigungsmechanismus, der die Besiedlung mit Keimen verhindert. Durch die physiologischen, normal vorhandenen Döderleinbakterien wird ein pH-Wert von 4 aufrechterhalten, der dafür sorgt, dass pathologische Keime keine Chance haben. Dieses Scheidenmilieu ist von der hormonellen Situation der Frau abhängig.
Vor dem ersten Geschlechtsverkehr ist die Vagina von dem Scheideneingang durch das Jungfernhäutchen, Hymen, welches eine zentrale Öffnung hat, abgegrenzt.


Thymus
 

 Der Thymus befindet sich hinter dem oberen Brustbein und besteht meistens aus zwei Lappen. Allerdings verändert sich seine Lage und Größe erheblich im Laufe der ersten zwei Lebensjahrzehnte. Beim Neugeborenen ist er relativ groß und ca. 15g schwer, bis zur Pubertät nimmt er sogar noch an Gewicht zu, bis 40g, und bildet sich nach der Pubertät fast vollständig zurück. Beim Erwachsenen ist nur noch ein kleiner Thymusrestkörper, der hauptsächlich aus Fettzellen besteht, nachweisbar.
Seine Funktion ist noch nicht vollständig verstanden. Sicher ist aber, dass er gemeinsam mit dem Knochenmark ein zentrales lymphatisches Organ darstellt. Er scheint dabei zu helfen besonders die T-Zellen des Immunsystems zum Wachstum anzuregen und ihnen beizubringen was körpereigene Zellen sind und damit körperfremde besser zu erkennen. Daneben hat er Einfluss auf Körperwachstum und Knochenstoffwechsel. Der Thymus verliert aber mit zunehmendem Alter an Bedeutung. Wenn der Thymusrestkörper bei Erwachsenen entfernt wird, wie zum Beispiel bei der Myasthenie, scheint das keinen negativen Effekt auf die Abwehr zu haben zu haben.


Ring statt Pillle?
 

NuvaRing® – der Vaginalring zur Empfängnisverhütung

Seit Anfang 2003 ist eine neue Verhütungsmethode neben den USA und Österreich auch auf dem deutschen Markt erhältlich, der NuvaRing®.
Dies ist einer der ersten Verhütungsringe, der es bis zur Marktreife geschafft hat.

Wie funktioniert der Ring?

Der mit Hormonen bestückte weiche und flexible, durchsichtige Kunststoffring (silikon- und latexfrei) hat einen Durchmesser von etwa 5,3 cm und wird einfach in die Scheide eingeführt, wo er für 21 Tage liegen bleibt und durch Hormonabgabe über die Vaginalschleimhaut den Zyklus und die Empfängnismöglichkeit beeinflusst. Nach einem einwöchigen, ringfreien Intervall, in dem normalerweise die Monatsblutung auftritt, wird ein neuer Ring eingeführt.
Das Wirkprinzip ist also ähnlich wie das der meisten anderen hormonellen Empfängnisverhütungsmethoden. Der Ring setzt kontinuierlich die weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Gestagen frei, die auch in der Anti-Baby-Pille enthalten sind. Diese Hormone gelangen über die Schleimhaut der Scheide direkt in den Blutkreislauf und verhindern den monatlichen Eisprung in den Eierstöcken. Es ist dann kein Ei zur Befruchtung vorhanden und es kann keine Schwangerschaft eintreten. Darüber hinaus verändern die Hormone die Konsistenz des Schleims im Gebärmutterhals, um zu verhindern, dass Spermien in die Gebärmutter gelangen.
Der Ring selbst ist jedoch keine Barriere und bietet so auch keinen Schutz gegen HIV, Hepatitis B, Herpes und andere sexuell übertragbare Krankheiten.
Sollte der Vaginalring herausrutschen (z.B. beim Geschlechtsverkehr) kann er innerhalb von 3 Stunden wieder in die Scheide eingeführt werden, ohne die empfängnisverhütende Wirkung zu beeinträchtigen. Wenn der Vaginalring sich für mehr als 3 Stunden nicht in der Scheide befand, sollte in diesem Zyklus ein zusätzliches Verhütungsmittel (z.B. Kondome) benutzt werden.

Vorteile

Der Ring gibt die Hormone über die Scheide direkt in die Blutbahn ab. Dadurch können die Hormondosen niedriger sein als bei der Anti-Baby-Pille. Denn nach der Pilleneinnahme gelangen die im Magen-Darm-Trakt resorbierten Hormone zunächst in die Leber, wo ein Teil der Hormone schon inaktiviert wird. Der Ring bietet Frauen somit eine niedrig dosierte Verhütungsmethode mit geringem Risiko hormonbedingter Nebenwirkungen bei vergleichbarer Sicherheit der Empfängnisverhütung.
Durch die kontinuierliche Freisetzung der Hormone werden tägliche Höhen und Tiefen des Hormonspiegels vermieden, zu denen es bei der täglichen Einnahme einer Tablette kommt. Darüber hinaus wird die Zuverlässigkeit des Verhütungsringes nicht durch Magenverstimmungen, Erbrechen und Durchfall beeinflusst, die bei oraler Aufnahme der empfängnisverhütenden Hormone, wie bei der Anti-Baby-Pille, die Wirkung beeinträchtigen und zu ungeplanten Schwangerschaften führen können.
Der offensichtlichste Vorteil ist jedoch, dass es sich bei dem Verhütungsring um eine einmal pro Monat anzuwendende Methode handelt. Frauen müssen nicht jeden Tag an die Empfängnisverhütung denken und sich keine Sorgen mehr machen, weil Sie die Einnahme einer oder mehrerer Pillen vergessen haben.

Für wen ist der Ring geeignet?

Der Vaginalring enthält Hormone und ist für Frauen jeden Alters geeignet, die eine hormonelle Verhütung wünschen und bei denen dies aus medizinischen Gründen möglich ist. Der Verhütungsring ist eine wirksame Empfängnisverhütung und bietet die Freiheit und Bequemlichkeit einer nur einmal im Monat einfach anzuwendenden und gut verträglichen Methode. Lassen Sie sich bitte von Ihrem Arzt beraten, ob eine hormonelle Verhütung für Sie geeignet ist. Ist aus medizinischen Gründen die Anwendung der Anti-Baby-Pille nicht möglich, gilt dies auch für den NuvaRing ®.

Nicht geeignet ist der Vaginalring, wie auch die Anti-Baby-Pille, zum Beispiel für Frauen mit erhöhtem Thromboserisiko (Raucherinnen, Frauen mit bestimmten Blutgerinnungsstörungen), Frauen die schon einmal einen Herzinfarkt / Schlaganfall hatten oder unter Bluthochdruck leiden und Frauen, die aufgrund z.B. einer Operation länger im Bett liegen müssen, da die Hormone das Risiko für eine Thrombose noch weiter erhöhen können.
Auch bei Frauen, die unerklärliche Blutungen haben, Brustkrebs oder Gebärmutterkrebs hatten oder haben oder ein erhöhtes Risiko für diese Krebsarten haben ist der Verhütungsring nicht geeignet. Die Hormone können sich negativ auf das Wachstum und das Auftreten dieser Tumoren auswirken.
Sprechen Sie bitte in jedem Fall mit Ihrem Arzt über all Ihre Vorerkrankungen, bevor Sie sich dieses Medikament verschreiben lassen.

Sicherheit und Nebenwirkungen
Bei korrekter Anwendung handelt es sich bei dem neuen Vaginalring, wie bei der Anti-Baby-Pille, um eine relativ sichere Verhütungsmethode. Der Pearl-Index liegt zwischen 1 und 2. Das bedeutet, dass von hundert Anwenderinnen in einem Jahr zwischen einer und zwei Frauen doch schwanger werden.
In klinischen Studien, die der Hersteller in Auftrag gegeben hat, waren 95% der Anwenderinnen zufrieden oder sehr zufrieden mit diesem Verhütungskonzept. Sie berichteten über eine ausgezeichnete Zyklusstabilität.
Kopfschmerzen, Übelkeit, Brustspannen, Vaginitis (Scheidenentzündung) sind, wenn auch nur selten, als unerwünschte Nebenwirkungen beobachtet worden.
Die unerwünschten Wirkungen auf den Blutdruck und die Blutgerinnung entsprechen in der Häufigkeit in etwa denen, wie sie bei anderen hormonellen Verhütungsmitteln auftreten.
Unter dem Verhütungsring ist das Auftreten von Blutungsunregelmäßigkeiten weniger wahrscheinlich als unter der Anti-Baby-Pille.

Fazit

Die vom Hersteller befragten Frauen gaben in der Mehrzahl an, dass sie von der neuen Methode begeistert seien. Ob der Kunststoffring jedoch in der Scheide zu spüren oder beim Geschlechtsverkehr störend ist, muss jede Frau für sich selber herausfinden.
Der Verhütungsring ist also eine mögliche Alternative für Frauen, die bisher die Anti-Baby-Pille nehmen, aber keine neue Option für Frauen, die andere hormonelle Verhütungsmethoden, wie die Anti-Baby-Pille, nicht verwenden können.


Fasten
 

Unter den Überbegriff FASTEN bzw. HEILFASTEN fallen verschiedene Formen des Fastens.

Dazu zählen das WASSERFASTEN, bei dem man nur Quell- oder Mineralwasser zu sich nimmt (zwischen 1 1/2 - 3 l pro Tag)
Beim TEEFASTEN trinkt man mehrmals am Tag 2 Tassen verschiedener Kräutertees - ohne Süßungsmittel und zusätzlich noch Wasser zwischendurch.
Beim ROHSÄFTEFASTEN trinkt man 3 - 5 x täglich frischgepressten Obst- oder Gemüsesaft und wieder auch Wasser zwischendurch.
Beim MOLKEFASTEN trinkt man 1l Molke über den Tag verteilt und zusätzlich Kräutertees und Frischpflanzensäfte.
Das BUCHINGER-FASTEN besteht darin, dass man Kräutertees, Gemüsebrühen, Obst und Gemüsesäfte zu sich nimmt.

WER DARF FASTEN?

Wenn Sie sich gesund und normal leistungsfähig fühlen (bei Zweifeln fragen Sie lieber vorher Ihren Arzt oder Apotheker), steht einer Fastenwoche zu Hause eigentlich nichts im Wege. Wenn Sie jedoch gerade eine Operation hinter sich haben, schwanger sind oder stillen, verschieben Sie Ihren Fastenwunsch lieber noch um eine Weile. Wenn Sie Dauermedikamente, wie z.B. Blutverdünnungsmittel (Marcumar) einnehmen müssen, sprechen Sie bitte auf jeden Fall zunächst mit Ihrem Arzt.

DIE GRUNDREGELN DES FASTENS

Nur Trinken (Tee, Obstsäfte, Gemüsebrühe, Wasser), mehr als der Durst verlangt. - Nichts Essen Alkohol/Nikotin/Süßigkeiten gehören ebenso nicht in den Fastenplan! Ideal ist es, sich in der Fastenzeit auch von alltäglichen Verpflichtungen zu lösen (Terminkalender und Telefon, Radio , Fernsehen), Sie werden merken, wie schnell sie sich selbst näher kommen; Gehen Sie ganz auf Ihre Bedürfnisse ein: schlafen Sie, wenn Sie sich müde fühlen oder treiben Sie Sport, wenn Sie möchten.

Schaffen Sie ein Wohlgefühl für sich und Ihren Körper; Fördern Sie alle Ausscheidungen: der Darm muss regelmäßig entleert werden (Darmspülungen), durch das viele Trinken werden die Nieren gespült . Sie werden schnell merken, dass Sie in der Fastenzeit empfindsamer sind als normalerweise. Weiterhin können Sie sich auch körperlich weniger belastbar fühlen, der Kreislauf kann sogar zeitweise etwas labil sein. Vielleicht können Sie sich auch nicht mehr so gut konzentrieren. Vorteilhaft ist es übrigens, wenn Sie die Einkäufe der benötigten Lebensmittel für Ihre Fastenwoche schon vorher besorgen, so dass Sie auch von dieser leidigen Pflicht entbunden sind.

Das Fasten selbst beginnen Sie am besten mit einer gründlichen Darmreinigung. Vielleicht reicht es, wenn Sie morgens 1 Glas Molke, Buttermilch oder Sauerkrautsaft trinken. Falls dies nicht reicht, können Sie es auch mit einer Mischung aus 40g Glaubersalz in 3/4 l Wasser versuchen. Dies trinken Sie innerhalb von 15 Minuten (Vorsicht bei magen- und darmempfindlichen Menschen). Schonender als Glaubersalz ist ein Einlauf (besorgen Sie sich vorher einen entsprechenden Klistierbehälter).
Die regelmäßigen Darmentleerungen sind auch im Verlauf des Fastens sehr wichtig, da über den Darm die Giftstoffe, die sich ja jetzt vermehrt lösen, ausgeschieden werden. Der Einlauf wird allgemein jeden zweiten Tag empfohlen. Der Körper schaltet erst allmählich von "Aufnahme" auf "Ausscheidung" um. Die innere Ernährung beginnt, und damit schwindet auch der Hunger.
Falls es doch einmal Hungerattacken gibt, trinken Sie 1/2 Glas Wasser, nehmen Sie aber bitte keine Appetitzügler zu sich. Das Hungergefühl wird sich von Tag zu Tag mehr legen. Sie werden an Ihrem veränderten Körpergeruch auch merken, wie viele Giftstoffe den Körper über die Haut verlassen. Ein gesteigertes Bedürfnis zum Duschen/ Baden ist ganz normal.
Achten Sie bei Ihrer Kleidung auf Naturfasern, damit der Schweiß auch aufgenommen wird. Ein vermehrtes Kältegefühl ist ebenso ganz normal. Ihr Körper hat sich im Fasten auf Sparschaltung umgestellt: ziehen Sie sich ausreichend warm an, bzw. bewegen Sie sich mehr. Am Ende Ihrer Fastenwoche sollten Aufbautage stehen, die als Verbindung zum normalen Alltags-Essen stehen sollten. Ihr Körper hatte in der Fastenwoche die Produktion von Verdauungssaft eingestellt, jetzt muss er langsam wieder damit beginnen.

In diesen 1-3 Aufbautagen sollten Sie sich von Obst, Kartoffel-, Tomaten- oder Gemüsesuppen, Brot mit leichtem Belag und weiterhin von Molke/Sauerkrautsaft ernähren. Wichtig bei jeder Mahlzeit: Nehmen Sie sich ausreichend Zeit! Versuchen Sie jeden Bissen 35 x zu kauen, essen Sie schweigend und konzentrieren Sie sich richtig auf das Esserlebnis.
In der Fastenwoche haben Sie ja gemerkt mit wie wenig Nahrung ein Mensch eigentlich zurecht kommt. Vielleicht schaffen Sie es ja nun, neue Verhaltensweisen mit Ihr Alltagsleben hinüberzunehmen: lassen Sie die Mahlzeit z.B. aus, auf die Sie keinen Hunger haben.

Planen Sie Ihre nächste Fastenwoche schon jetzt fest ein – vielleicht mit ein paar Freunden zusammen ?!


Diätgrundlagen
 

Wer ein für allemal sein Übergewicht loswerden will, sollte sich Zeit nehmen. Denn: Radikalkuren bringen selten dauerhaften Erfolg. Pfunde, die wir durch radikales Hungern verlieren, kehren meist ebenso schnell wieder zurück. Um tatsächlich schlanker zu werden, hilft nur langfristiges Ändern der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten.

Wie das aussehen kann, dazu einige Tipps:

Ernährungsgewohnheiten dauerhaft umstellen
Dauerhaft abnehmen werden Sie nur, wenn Sie eine Methode finden, bei der Sie keinen Hunger haben, sich wohlfühlen und bei der auch der Genus nicht zu kurz kommt. Sie meinen, das sei nicht möglich? Weit gefehlt! Wer abnehmen will, sollte dreierlei tun:

Weniger Fett essen
sichtbares Fett reduzieren, fetthaltige Nahrungsmittel möglichst vom Speiseplan streichen.

Kohlenhydrate fürs Sattessen nutzen
stärke- und ballaststoffreiche Nahrungsmittel bilden den Hauptanteil der Nahrung, Zucker möglichst reduzieren.

Für mehr Bewegung sorgen
das kurbelt den Stoffwechsel an, macht Spaß und lenkt von Essensgelüsten ab.

In der Praxis bedeutet dies beispielsweise statt fetter Wurst und fettem Käse magere Sorten bevorzugen; Sahnesoßen weglassen, dafür viel Gemüse zu einer kleinen Fleisch- oder Fischportion essen; Obst und Gemüse, knackige Salate, Kartoffeln und Vollkornprodukte machen satt und liefern wichtige "Aktivstoffe" wie Vitamine, Mineralstoffe oder auch Ballaststoffe; fettreduzierte Milchprodukte (Joghurt, Dickmilch, Käse) sorgen für Abwechslung auf dem Speiseplan.

"Leere" Kalorien aus Süßigkeiten oder Alkohol meiden. Aber: Seien Sie auch nachsichtig mit sich selbst! Wer ab und zu (aber wirklich nur ab und zu!) ein Stückchen Schokolade nascht, gefährdet damit nicht den Abnahmeerfolg.
Damit kein Hunger aufkommt

Öfter essen! Einige Verhaltenstipps helfen darüber hinaus beim Abnehmen: Möglichst fünfmal täglich essen (viele - kleine - Mahlzeiten verhindern Hungergefühle und "Gelüste"): zu den drei Hauptmahlzeiten morgens, mittags und abends zwei Zwischenmahlzeiten - beispielsweise Obst, Gemüse, Joghurt, Vollkornkekse, zuckerlose Müsliriegel aus der Apotheke.

Die Abendmahlzeit leicht gestalten, und nicht zu spät essen. Ausreichend Trinken: Mineralwasser, Tees. Das ist gut für den Kreislauf und transportiert "Abfallstoffe" aus dem Körper. Bei Verdauungsproblemen: mehr Ballaststoffe zuführen, genügend trinken. (Auch zu diesen Problemen beraten wir Sie gerne.)
Wenn mal keine Zeit zum Kochen bleibt: fertige Diätdrinks aus der Apotheke enthalten alle wichtigen Nährstoffe und sind schnell zubereitet. Umschalttage können beim Einstieg in die veränderte Ernährungsweise helfen: ein Obsttag oder Diättage mit Drinks oder Fertigmahlzeiten aus der Apotheke entlasten das Verdauungssystem und bereiten auf die "neue" Ernährung vor.

Fragen Sie nach den Terminen für unsere
"apothekenbetreute Abnehmgruppe"
oder die bundesweite Aktion
"Leichter leben in Deutschland"

Bücher mit Tipps und Hintergrundinformationen zum Abnehmen gibt es ebenfalls hier in Ihrer Apotheke Dr. Rotter.
... und außerdem: Jede Menge Unterstützung bei Fragen rund um das Thema "Diät - Gewichtsreduktion".
Sprechen Sie uns einfach an wir helfen Ihnen gerne weiter!

Wie viel wiegen Sie?
Sie können die alte Formel für das Idealgewicht getrost vergessen. Die alte Berechnung Körpergröße minus 100, minus 10% ist veraltet, denn sie sagt nicht wirklich aus, welches Idealgewicht Ihnen gut bekommt.
BMI : Das neue Idealmaß
Der sogenannte Body – Maß – Index, abgekürzt BMI, ist genauer und was besonders wichtig ist, er hat einen medizinischen Hintergrund. Er wurde von Wissenschaftlern erstellt und nicht von Modezeitschriften.
Geben Sie in der untenstehenden Tabelle Ihr Gewicht in Kilogramm und Ihre Körpergröße in Zentimetern ein. Sie erhalten direkt Ihren BMI-Wert! Vergleichen Sie dann Ihren Wert mit den untenstehenden Richtwerten!

BMI zwischen 16 und 19:
Gerade bei Frauen wird dieser Wert oftmals als Idealwert angesehen, doch aus medizinischer Sicht gelten Frauen als auch Männer mit einem BMI-Wert unter 19 als unterernährt.

BMI zwischen 19 und 20:
Für Frauen zwischen 19 und 24 Jahren ist ein BMI-Wert bis 24 ideal. Männer hingegen gelten bei einem BMI-Wert zwischen 19 und 20 als leicht unterernährt.

BMI zwischen 20 und 24:
Für Frauen und Männer ist dies ein wünschenswerter BMI-Wert.

BMI zwischen 25 und 27:
Bei diesem BMI-Wert haben Sie leichtes Übergewicht. Falls Sie unter Diabetes, Gicht oder Bluthochdruck leiden, sollten Sie Ihr Gewicht reduzieren.

BMI zwischen 27 und 29:
Sie haben Übergewicht und sollten eine Gewichtsreduktion in Angriff nehmen. Bei Frauen und Männern über 55 Jahren, gilt ein BMI-Wert bis 29 als normal.

BMI ab 30:
Sie haben starkes Übergewicht und sollten abnehmen, um gesundheitliche Komplikationen auszuschließen.

Wenn Sie sich an den BMI – Werten orientieren, müssen Sie sich nicht einem einzigen Gewicht „versklaven“. Der BMI lässt
Schwankungen in unserem Gewicht zu, die sowieso durch Hormonschwankungen und Flüssigkeitsverschiebungen vorkommen. Das macht das Abnehmen nicht so frustrierend.

Der BMI hat nur einen Nachteil: Er macht keinen Unterschied zwischen Fett- und Muskelkilos. Es kann also passieren, dass durch intensives sportliches Training während der Diät, keine Änderung des BMI eintritt. Doch in Ihrem Körper hat eine Umwandlung von Fettpolstern in Muskeln stattgefunden. Um das herauszufinden hilft nur eine elektronische Waage, die den Körperfettanteil misst.


Gebärmutter
 

Die Gebärmutter, auch Uterus genannt, ist ein birnenförmiges, muskelstarkes Organ, welches im normalen, nicht graviden, Zustand ca. 7-9 cm lang ist und um die 40-60 g wiegt.
Sie gehört zu den inneren, weiblichen Geschlechtsorganen. Der Hauptteil des Uterus ist der Corpus, der mit dem Gebärmutterhals (Cervix) über ein Verbindungsstück (Isthmus) verbunden ist. Der Gebärmutterhals ragt mit der Portio in die Scheide hinein.
Die Funktion der Gebärmutter ist, wie der Name schon andeutet, die Fruchthaltung in der Schwangerschaft und während der Geburt die Austreibung. Während der Schwangerschaft nimmt der Uterus ordentlich an Gewicht zu. Er kann bis zu 1500 g wiegen.
Jede einzelne Muskelfaser kann die ca. 30-fache Länge annehmen und so die Zunahme, entsprechend dem Wachstum des Kindes, gewährleisten. Nach der Entbindung zieht sich die Gebärmutter unter hormonellen Einfluss mit Nachwehen wieder auf die normale Größe zusammen.
Die Anregung der Nachwehen geschieht vor allem durch die Freisetzung von Oxytocin beim Stillen.


Eierstöcke
 

 Die Eierstöcke werden auch Ovarien genannt, sind ca. pflaumengroß und entsprechen den weiblichen Keimdrüsen. Die Eierstöcke sind paarig angelegt und liegen am Ende der Eileiter.
Sie produzieren nicht nur die befruchtungsfähigen Eier, sondern auch Hormone, wie Östrogen und Gestagen und sind für den weiblichen, monatlichen Zyklus äußerst wichtig.


Das Body-Programm
 

Wer den Fettzellen den Kampf ansagen will und dabei Körper und Haut pflegen möchte, ist mit diesem Body-Programm genau richtig bedient.

Erst mal muss der graue Hautschleier runter...

Wer eine Badewanne besitzt, sagt der fahlen Haut am besten mit einem Kilo Meersalz im Wasser den Kampf an. Nach einer halben Stunde ist die Haut zart und reichen vielen Mineralien. Wer außerdem noch etwas gegen Hautunreinheiten tun möchte, fügt dem Wasser einfach vier Esslöffel Obstessig hinzu. Riecht zwar ein bisschen streng, aber wer schön sein will, muss eben auch ein wenig leiden. Ohne Badewanne müssen die Grauschleier mit Duschpeelings vertreiben werden. Die in ihnen enthaltenen Schleifkörnchen und Fruchtsäuren bekämpfen Unreinheiten und Verfärbungen. Nach der Körperpflege nicht die Wechselduschen vergessen. Wichtig immer unten anfangen und sich langsam bis zum Herzen vorarbeiten. Wichtig. Immer mit einem kalten Wasserstrahl aufhören. Bis jetzt durchgehalten? Dann nicht das Eincremen vergessen und das Programm künftig 2x wöchentlich durchziehen.

Hals und Dekolleté
Die empfindliche Haut am Schwanenhals und Bilderbuch-Dekolleté braucht ganz besondere Aufmerksamkeit. Nehmen Sie erst mal Haltung an. Bauch rein, Schultern zurück, Brust raus. Wer immer daran denkt ist schon ganz gut gegen schlappe Haut gewappnet. Nachhelfen lässt sich aber auch mit Kosmetik. Beziehen Sie Hals und Dekolleté künftig in alle Gesichtspflege-Aktivitäten mit ein. Das heißt, zweimal täglich reinigen, zweimal wöchentlich peelen und die Gesichtscreme auf jeden Fall auch auf den Hals schmieren. Wenn besondere Not am Hals herrscht: steifes Eiweiß draufpacken und nach 20 Minuten abwaschen: strafft sofort!

Rücken
Der Rücken kann nur mit der richtigen Muskulatur entzücken. Mit dem Lockern bereits morgens im Bett beginnen. Die Arme an den Körper legen, die Schultern fest gegen die Matratze drücken, fünf Sekunden halten und 20 Mal wiederholen. Zum Stärken auf den Bauch legen. Die Handflächen auf den Po legen, den Oberkörper langsam anheben- ohne dabei in ein Hohlkreuz zu geraten - 10 Mal wiederholen Danach ab unter die Dusche. Mit einem Handtuch den Rücken kräftig abrubbeln und anschließend mit Body-Sprays auch die Rückenansicht pflegen.

Arme
Wer lasche Oberarme richtig fest kriegen will sollte an die Hanteln, zum Schwimmen oder sich möglicherweise mit dem Reitsport anfreunden. Bequemer geht es auch beim Tanzen. Gewichtsmanschetten umbinden, CD rein und los. Anschließend mit hautstraffendem Öl bearbeiten.

Bauch
Auf den Rücken legen, Beine hoch, Hände hinter den Kopf und den Po anheben, ohne dabei den Oberkörper vom Boden zu heben. Den Bauch von innen am besten mit Fenchel-Tee pflegen, der regt die Verdauung an oder eine Teestunde mit Berberitzen-Rinde einlegen, die reinigt Magen und Darm.

Beine und Po
Als erstes die Haare entfernen. Glatte Beine sehen einfach besser aus. Bei sämtlichen monotonen Arbeiten kann die Muskulatur gestrafft werden. Beim Zähneputzen können Sie zum Beispiel ein Bein auf dem Wannenrand abstellen und das andere so lange um 45 Grad beugen, bis es ziept. Alternativ können Sie sich auch hüftbreit hinstellen und mit angespanntem Po in die Knie gehen. Trinken Sie morgens ein Glas warmes Wasser mit dem Saft einer halben Zitrone.

Nach 22 Uhr nichts mehr essen.
Wer sich häufig die Zähne putzt, kann möglicherweise Süßigkeitsattacken vorbeugen. Ein frisches Gefühl verhindert meist das Zugreifen.


Sehnen
 
Sehnen sind die strangartige Fortsetzung des Muskels und seiner Hüllen. So verankern die Sehnen den Muskel an den Knochen. Dabei strahlen pinselförmige Fasern durch die Knochenhaut in die Hartsubstanzschicht ein und werden mit den verkalkten Lamellen der Knochensubstanz verbunden.
Vor allem bestehen die Sehnen aus parallel gebündelten, in Zugrichtung angeordneten Kollagenfasern, die eine erstaunliche Belastbarkeit erlauben. Dabei variieren die Länge und Kaliber der Sehnen stark und sind so auf die jeweilige Funktion des Muskels abgestimmt, dass eine maximale Kraftausübung erreicht werden kann.

Eileiter
 

Die Tuben, Salpingen oder auch Eileiter sind paarig angelegte, 10-18 cm lange Muskelschläuche.
Sie dienen dem Eitransport und ziehen vom Uterus bis zu den Eierstöcken. Falls dieser Transport in irgendeiner Weise gestört wird, kann es zur gefährlichen Eileiterschwangerschaft kommen.
Denn die Lumenöffnung variiert je nach Lage zur Gebärmutter von 1-10mm. Wobei der Eingang zum Uterus manchmal nur 0,1 mm im Durchmesser misst.